Unworte

Per Definition sind Unworte Wörter und Formulierungen aus der öffentlichen Sprache, die sachlich grob unangemessen sind oder Bedeutungen bewusst verschleiern bzw. beschönigen. Von dieser Sorte haben sich so einige in die Altagssprache eingegraben, dass es dafür sogar spezielle Begriffe gibt:

Da wir vorallendingen über unsere Sprache kommunizieren ist die Wortwahl bedeutungsvoller als mancher glauben mag, denn jedes Wort wird mit einer unbewusst wahrgenommenen Bewertung versehen. Ein Beispiel:

Wir sträuben uns zurecht über eine Menschensammlung zu sprechen. Der Grund erübrigt sich natürlich. Ganz anders sieht es bei einer Tiersammlung aus.

Unbewusst erkennt man dem „sogenannten Tier“ keine Individualität an. Warum auch? Wir kaufen sie, züchten sie – handeln mit ihnen genau wie mit Warengütern. Unsere Intelligenz scheint damit überfordert zu sein, anzuerkennen, dass auch andere Lebewesen Stress und Schmerzen verspüren können.

Um diesem möglichen schlechten Gewissen aus dem Weg zu gehen, degratiert man das nichtmenschliche Tier (FAQ) auf unterste Stufe und setzt es einem Sachgegenstand gleich.

Nun folgen einige Beispiele von Unworten

  • Tierversuche: Trotz der energischen Abgrenzung zum sogenannten Tier, werden an ausgesuchten im Körperbau ähnlichen nichtmenschlichen Tieren (FAQ), wie z.B. andere hochentwickelte Primaten [Schimpansen] oder aber kleineren Arten medizinische Experimente durchgeführt. Leid und Schmerz wird bewusst hervorgerufen, um Nebenwirkungen zu untersuchen, die dem Menschen später erspart bleiben sollen. -> ehrliche Beschreibung: Foltern und Morden

    Versuchstiere: Versachlichung nichtmenschlicher Tiere (FAQ) in ihrer stärksten Form. Folgende Arten sind besonders davon betroffen: Schimpansen, Ratten, Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen, Frettchen und Hunde etc. -> ehrliche Beschreibung: Folter- und Mordopfer

  • Tierzucht: Was für viele Menschen selbstverständlich ist, ist meist ein egoistisches Eingreifen in die Gene andere Tierarten (FAQ). -> ehrliche Beschreibung: Rassenwahn

    Züchter: Ein Mensch, der einer anderen Tierart (FAQ) vorschreibt, wann sie mit wem verkehren darf. -> ehrliche Beschreibung: Vermehrer / Manipulator

    Sogenannte „Haus“tiere müssen dabei mit angezüchteten Schönheitsfehlern leben (Atemnot, Hüftleiden ,etc.). -> ehrliche Beschreibung: Spielzeug

    „Nutz“tiere trifft es meistens noch schlimmer, denn sie werden auf rasche Fleischbildung, schnelles Wachstum, hohe Milchproduktions, hohe Eierproduktion getrimmt. -> ehrliche Beschreibung: Fleischmassenproduktion

    Die Folge: Knochenprobleme, Missbrauch als Gebärmaschinen, lebenslanger Freiheitsentzug, Enge, starker Stress usw. (Milchproduktion kann nur funktionieren, wenn die betreffende Kuh jedes Jahr (!) ein Kalb zur Welt bringt)

    • saxen: Will man das Geschlecht einens nichtmenschlichen Tieres (FAQ) bestimmen, nennt man dies saxen. -> angemessene Beschreibung: Geschlechtsbestimmung
    • Bestand: Statt von eindeutigen Individuen zu sprechen wird beim nichtmenschlichen Tier (FAQ) vom Bestand oder Besatz ausgegangen. -> angemessene Beschreibung: Population
    • Wurf / werfen: Säugetiere “werfen” in der Regel ihren Nachwuchs. Alle Säugetiere? Nein, nur Menschen gebären ihn. Warum? -> angemessene Beschreibung: alle Säugetiere gebären
    • Tiere halten: Nichtmenschliche Tiere (FAQ) werden gehalten statt versorgt / verpflegt -> ehrliche Beschreibung: gefangen halten
  • Tierproduktion: Das nichtmenschliche Tier (FAQ) wird in betriebliche Mechanismen gepresst, ohne dabei auf Wohlbefinden oder grundlegende Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen. Es zählt allein die produzierte Menge, die zum Verkauf angeboten werden kann. -> ehrliche Beschreibung: Freiheitsberaubung mit Folter und Mord

    • Massentierhaltung: Freiheitsentzug von 1000ten nichtmenschlichen Tieren (FAQ) in beengten Räumen, was ua. zu massiven Verhaltensschäden führen kann -> ehrliche Beschreibung: Massenqualinhaftierung mit Freiheitsberaubung
    • Tierfarmen: Produktion aus lebendigen Warengütern für menschliche Vergnügungen oder Nahrungsmittel in großer Anzahl ähnlich wie in der Massenqualhaltung -> ehrliche Beschreibung: Massenqualinhaftierung mit Freiheitsberaubung
    • Fischerei: Vernichtung ganzer Fischschwärme durch riesige Treibnetze, bei dem ein Individuum nur noch in Kilogramm angegeben wird -> ehrliche Beschreibung: unangemessene zu gierige Nahrungsbeschaffung
    • Abdecker: Klingt so gar nicht nach dem Tod. Viele Rinder und Pferde sterben weil sie bestimmten Standards nicht entsprechen oder besonders bei Pferden, nicht gehorchen. -> ehrliche Beschreibung: Massenmörder

    aggressive Domestizierung in der Landwirtschaft: Dieser Wirtschaftszweig des Menschen beschreibt nicht nur die mittlerweile massiv übertriebene Fleischproduktion aus bewusst gequälten menschlichen Beutetieren, sondern auch das erbarmungslose Verdrängen / Zerstören von Lebensraum durch riesige Monokulturen wie z.B. Getreide.

    Die Monokulturen, sowie die eingesperrten Beutetiere werden auf Leistung und bestimmte Merkmale getrimmt, ohne dabei viel Rücksicht auf die Gesundheit zu nehmen. In der Folge sind diese Arten meist nicht mehr in der Lage selbstständig in freier Wildbahn zu existieren.

  • Tierausstellung: Sogenannte “Haus”- wie auch “Nutz”tiere werden identisch mit Gegenständen nach ihrer Qualität und ihres Aussehen bewertet, ge- und verkauft. -> ehrliche Beschreibung: Spielzeugausstellung

    Tierkauf: Sogenannte “Haus”- wie auch “Nutz”tiere werden durch den Kauf und Verkauf zu einem echten Gegenstand herabgewürdigt. Das bedeutet, dass das Individuum zu einer Masse abgestempelt wird. -> ehrliche Beschreibung: Sklavenhandel

    Tierhandel: Sogenannte “Haus”- wie auch “Nutz”tiere werden gehandelt bzw. getauscht wie echte Gegenstände. Spezifische Bedürfnisse dieser “Ware” werden meist ignoriert. -> ehrliche Beschreibung: Sklavenhandel

  • Haustiere: Das Wort „Haus“tier ist ein Unwort, weil der Mensch sich andere Tiere (FAQ) für seine Ansprüche / Wünsche zurecht”gezüchtet” hat und dafür sogar “zucht”bedingte Krankheiten in Kauf nimmt (Hüftleiden bei Schäferhunden, Atemprobleme beim Mops,…).

    Hier kommt es nicht auf Fleisch / Eier – oder Milchproduktion an, sondern auf Aussehen, Größe und Rasse und die Tatsache, dass es eindeutig erwünscht ist, dass sich diese nichtmenschlichen Tiere (FAQ) gern in der Nähe des Menschen aufhalten, was nun mal in Bezug auf ihre zum Teil wilden Verwandten NICHT der Fall wäre.

    Für manchen Menschen zählt ein „Haus“tier auch einfach als Austellungsobjekt, was man in Shows wie echte Gegenstände austellt, um einen Preis zu erhalten. Dass diese nichtmenschlichen Tiere (FAQ) dafür entweder eingepfercht oder für den optimalen Stand (weit nach hinten gespreizte Hinterbeine,…) in Shows zurechtgerüttelt werden, gilt als normal, dabei ist es für Hunde, Katzen,… immer mit Stress verbunden stundenlang stillzustehen und sich von allen Seiten anfassen lassen zu müssen.

    • Tierbesitzer: Auch das ist ein Unwort, auch wenn mancher jetzt sicher staunen wird. Der Besitz ist nach der BWL-Definition der tatsächliche Besitz einer Sache. Nicht-menschliche Tiere (FAQ) sind aber keine Gegenstände, trotz irrsinniger Rechtslage. ->  angemessener Begriff: Adoption / Verpfleger; ehrliche Beschreibung: Entrechtung anderer Tiere
    • Tierliebe: Auch wenn es sich bei diesem Begriff außnahmsweise um keine Abwertung gegenüber anderen Tieren (FAQ) handelt, gehört er ebenfalls zu den Unworten. Der Grund liegt in der sehr breiten und schwammigen Definitionsspannweite. Der Begriff steht:
      • häufig für die Vermenschlichung nichtmenschlicher Tiere (FAQ) (gerade Hunde oder Katzen werden wie ein menschliches Kind behandelt, was sie aber definitiv nunmal nicht sind) – mögliche Folge: Kommunikationsprobleme und Stress für den Hund, die Katze…
      • ebenfalls auch für andere Übertreibungen wie z.B. beim animal-hording = Tier„sammler“ (Wellensittiche, Hunde und Katzen … werden in der Regel zwar geliebt, aber müssen unter verengten Bedingungen (z.B. 50 Katzen in einer 2 Zimmer Wohnung) im eigenen Kot und Urin leben

      Respekt statt Tierliebe kommt ohne Extreme aus!

    • Tiersammlung: Eine klassische Versachlichung nichtmenschlicher Tiere (FAQ). Individuen werden zu einer Fleischmasse bzw. Spielzeug degradiert. Nicht ohne Grund ist eine Menschensammlung verpönt.
    • “Jagd”hunde: „Jagd“hunde werden in erster Linie bewusst auf andere Tiere (FAQ) gehetzt, um diese zu töten. Hauptsächlich nutzt der Mensch den Hund als Jagdform zum Freizeitvergnügen. Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen deutlich, dass der moderne Mensch als “Jäger” mit seinen Jagdqualformen die größte Gefahr für einen Lebensraum darstellt!
    • “Gebrauchs”- “Zucht”hunde: Für menschliche Zwecke gebrauchte Hunde, die allein für ihn einen bestimmten Zweck erfüllen sollen. -> ehrliche Beschreibung: Versachlichung / Entindividualisierung von Hunden
    • Zierfische: Dies klingt irgendwie nach Plastik. Etwas ist Zierde, Ausschmückung, Dekoration. Lebt es, kann Leben Dekoration sein? by Tarutaru
    • Handaufzucht: „In guten Händen zu sein“ klingt erstmal positiv, jedoch ist in dem Zusammenhang ein nichtmenschliches Tier (FAQ) gemeint, was auf den Menschen geprägt wurde. Leider geschieht dies kaum unbewusst. Meist liegt die Motivation ein „Tier zu kaufen“ oft darin, ein handzahmen „Clown“ zu „besitzen“, der gehorcht und tolle Kunststückchen kann. Oder es muss ein exotisches Lebewesen sein, dessen Lebensbedingungen man nur sehr schwer nachahmen kann oder möchte.

      Diese nichtmenschlichen Tiere (FAQ) sind meist nicht mehr in der Lage mit Artgenossen zu kommunizieren. Typische Opfer sind hochentwickelte “Zirkus”tiere wie z.B. Schimpansen, die nach ihrer zweifelhaften Kariere in Einzelhaft verbleiben müssen, aber auch viele Vögel denen durch einen Fehlprägung die Angst vor dem Menschen genommen werden soll, ua.

    • Zähmung: Vielen Menschen ist die Gesundheit ihres “Besitzes” und die Bedürfnisse der anderen Tierart (FAQ) viel weniger wert, als dessen Gehorsamkeit bzw. Anfassbarkeit. Die Unterhaltung des Menschen steht an oberster Stelle.
    • Dressur / Abrichten: nichtmenschlichen Tieren (FAQ) wird der Wille des Menschen aufgezwungen, leider oft mit Gewalt und massiver Manipulation.
    • einschläfern: bei unerträglicher Qual, die keine Chance auf Heilung bietet, mag der Tod eine Erlösung sein. Aber warum wird das nicht auch Sterbehilfe genannt? Stirbt das vermeintliche Tier anders als der Mensch? (Euphemismus) Danke Milena
    • das nichtmenschliche Tier (FAQ) wird gestohlen oder geraubt und nicht gekidnappt: Ein typisches Zeichen für die Versachlichung des nichtmenschlichen Tieres.
    • das nichtmenschliche Tier (FAQ) wird geschossen und nicht erschossen: Das Ergebniss ist gleich, warum das Handeln nicht? Tot ist und bleibt tot.
  • Nutztiere: Neben den sogenannten “Haus”tieren müssen diese Tierarten meist noch mehr Leid erdulden. Denn sie werden auf Milch, Fleisch, Ei etc. getrimmt, was mit dem netten Wörtchen “Zucht” umschrieben wird. by Vegangeance

    • Geflügel: Der Begriff Geflügel macht aus individellen Vögeln einer Tierart eine Fleischmasse. Egal ob Puten, Hühner oder Gänse – in der Zerteilersprache ist das alles nur Fleisch. Nach diesem Richtsatz wird auch gehandelt, denn das “Geflügel” hat in Massenqualbetrieben mit “züchtungs”bedingten Schmerzen zu kämpfen.
    • Schlachtung: Häufig industralisierte Massentötung menschlicher Beutetiere, die zur reinen Fleischmasse degradiert sind. Oft werden die Beutetiere vor dem Tod bewusst misshandelt und/oder verstümmelt.
    • ernten: Hier werden nicht Birnen oder Äpfel geerntet, sondern Fell für Pelzmäntel. Dumm dabei ist nur, dass in dem Pelz vorher ein Lebewesen gesteckt hat, das nie eines sein durfte. -> angemessener Begriff: Mord im besonders schweren Fall
    • keulen: Damit ist das Umbringen von Vögeln gemeint, die in Verdacht geraten sind mit der Vogelgrippe erkrankt zu sein oder es tatsächlich sind. Das ist ein vielen Fällen übrigens mehr als eine Quälerei, die Vögel werden einfach noch LEBEND in Abfallkontainer gestopft. -> angemessener Begriff: Mord im besonders schweren Fall
  • Zoo / zoologische Gärten: nichtmenschliche Tiere (FAQ) werden in Gehege gesperrt und menschlichen Mechanismen / Tagesabläufen unterworfen.

    Heutzutage geht es einigen europäischen “Zoo”tieren aufgrund der größeren Gefängniszellen nicht extrem schlecht, dennoch bleiben sie gefangen und werden als Warengüter von Gefängnis zu Gefängnis gehandelt. -> ehrliche Beschreibung: lebenslange Freiheitsberaubung

  • Ungeziefer / Unkraut / Schädlinge: Abwertung von Pflanzen und anderer Tiere (FAQ) durch den Menschen, welche allein für ihn keinen Nutzen haben bzw. ein Störfaktor bilden. Problematisch ist dies, da der Mensch sehr rabiat mit diesen Tier- und Pflanzenarten umgeht, genaugenommen mit Giften, die er selbst kaum korrekt einschätzen kann.

    Jede Pflanze wie auch jedes Tier (FAQ) ist Teil eines in sich abhängigen Nahrungskettengeflechtes. Siehe Populationsdynamik.

    • Tierplagen: Als Plagen gelten nichtmenschliche Tiere (FAQ), die dem Menschen Nahrungsmittel streitig machen und / oder Krankheiten verbreiten. Der Mensch verdrängt und ignoriert, dass er selbst anderen Tierarten (FAQ) nicht nur die Nahrungsmittel sondern auch den Lebensraum streitig macht. Krankheiten bringt er ebenso zu stande. Durch seine Nahrungsmittel-Zucht entstand BSE, Maul und Klauensäuche, etc.
    • Schädlingsbekämpfer: Durch Hausmüll verursachter Populationsanstieg von unerwünschten nichtmenschlichen Tierarten (FAQ), die vom Insekt bis zum Säugetier durch Gift getötet werden.

      Schädlinge zerstören bzw. beschädigen ihrem Namen nach Lebensraum des Menschen. Der Lebensraum anderer Tierarten (FAQ) wird nicht so konsequent „beschützt“. Dies wäre logischerweise fatal für den Menschen.

    • “nützliche” bzw. “schädliche” Tiere: Der Mensch teilt auch hier andere Tiere (FAQ) nach egoistischen Maßstäben ein. Es wird konsequent ignoriert, dass jedes Tier (FAQ) einen Nutzen auf der Erde hat (selbst der Mensch), sonst würde es nicht existieren. Jedes Tier (FAQ) und jede Pflanze trägt seinen Teil zur Artenvielfalt bei, d.h. alle Tiere (FAQ) sind „nützlich“ und die Einteilung damit unnötig!
    • “Problem”Tier: Problempferde oder Problembären aber auch Kampfhunde werden aus der Sicht des Menschen zum Problem erklärt, wenn die erschaffenen Warengüter / Wildtiere nicht wie gewünscht funktionieren.
    • Pflanzenschutzmittel: Statt Pflanzenschutz bezeichnen diese Mittel eigentlich aggresive Pflanzen- und Insektenvernichtungsmittel, die leicht auf (vom Menschen) als “nützlich” empfundene Insekten und Pflanzen übergreifen können.
  • Meeresfrüchte: Hier wird der Eindruck erweckt, diese Früchte könnten von Bäumen gepflückt werden. Es handelt sich aber um Lebewesen, die oft lebendig gekocht werden. ->angemessener Begriff: Meeresbewohner / Meerestiere

    • Forellenpuff: Eine „nette“ Umschreibung für zusammengepferchte “Zucht”forellen, die so eng miteinander ausharren müssen, dass ein Mensch sie ohne Probleme mit der Hand fangen kann.
    • Portionsfisch: Junge Fische, die das Erwachsenenstadium noch nicht erreicht haben und so klein sind, dass sie für eine Mahlzeit reichen.

    Beifang: Fische und andere Meeresbewohner, die nicht die Norm erfüllen, nicht gern gegessen werden oder für Menschen giftig sind, etc. werden tot wieder ins Meer gekippt -> als Abfall.

  • jagen/Jagdsport: Der Mensch ersetzt am liebsten selbst die natürlichen Beutegreifer, die er selbst zuvor ausgerottet hat.

    • Jäger: Meistens handelt es sich um Menschen, die die Macht, über Leben und Tod entscheiden zu können, genießen. Oft ist auch die  Regulierung des Wild”bestands” aus verschiedenen Gründen nicht nötig. Selten töten Menschen wirklich, um Ökosystemen zu helfen. -> ehrliche Beschreibung: Mörder (Mord aus niederen Beweggründen)
    • Raubtiere: Dieses Wort stammt aus der Jägersprache und bedeutet, dem Menschen bei der Nahrungsbeschaffung zu berauben, zu bestehlen -> bessere Beschreibung: Beutegreifer
    • Abnicken: Ein bereits durch einen Schuss oder Unfall verletztes Wildtier wird mit einer blanken Waffe (Jagdmesser = Nicker oder Knicker) erstochen; meist hinter dem Haupt am Genick, daher der Ausdruck “Abnicken” -> angemessene Beschreibung: unterlassene Hilfeleistung mit erstechen / abstechen
    • Abkommen: ist die Trefflage beim Schuss – „Man ist gut abgekommen“ heißt, der Schuss ging dahin, wo er sollte.
    • aufbrechen: das Öffnen bzw. Aufschneiden des „zur Strecke gebrachten“ Wildtieres zur Entnahme des „Aufbruches“ = der inneren Organe, industrielle Beschreibung: schlachten
    • Bockfieber: bezeichnet den gelegentlich auftretenden aufgeregten Gemütszustand eines menschlichen “Jägers” kurz vor dem Schuss auf einen Rehbock -> angemessener Begriff: Mordlust
    • Decke: das Fell von Wildtieren
    • Dublette: Innerhalb einer unmittelbar kurzen Zeit werden von einem menschlichen “Jäger” mit derselben Waffe gleich zwei Wildtiere umgebracht
    • Luder: Als Köder verwendete Leichenteile anderer Tiere (FAQ)
    • abtragen: ein Greifvogel wird auf potenzielle Beutetiere gehetzt

    Wilderei: bedeutet die Beschränkung bzw. Verdrängung des sogenannten “Jagdausübungsberechtigten” und die Wegnahme seines “Besitzes”, wenn der Wilderer ermordete Wildtiere für seine Zwecke nutzt. Es geht dabei also nicht um das Wildtier, sondern um menschliche Rechte.

  • angeln / Angelsport: Fischen wird aus Vergnügen Haken in die Haut getrieben und wenn sie Glück haben wieder ins Wasser geworfen oder aber auf dem Boden liegen gelassen. Der Verzehr der Fische ist dabei meist nur ein amüsanter Nebeneffekt.

    • hältern: Fische werden in einem Kescher im Wasser gefangen gehalten
    • Verbuttung: Darunter versteht man die Sorge, dass Fische einer Art aufgrund einer hohen Zahl von Individuen unter ihrer Durchschnittsgröße bleiben, da die Fische miteinander vermehrt konkurrieren und dadurch weniger wachsen. (z.B. Rotaugen, Flussbarsche) Das menschliche Angeln soll die Durchschnittsgröße der Fische in einer „angenehmen“ Größe anheben..
    • säen: Fische in einem gewünschten Angelteich aussetzen
    • ernten: Fische aus dem Angelteich angeln
    • entschuppen: einen Angelteich von unerwünschten Fischen und anderen Tieren (FAQ) befreien, die den Menschen beim Angelvergnügen stören

Sie sind gern eingeladen hier auch ihre Unwörter kundzutun. Ich füge sie dann in die Liste ein.

Bildquelle: www.only-one-world.de

4 Kommentare

  1. Robert
    24. Juli 2011 @ 17:34

    Haustiere ist für mich ein widerspruch in sich und schlägt in die Tierbesitzer kerbe. Tiere sind kein Besitz aber genausowenig gehören sie in ein Haus. Eine Ausnahme die ich z.B. gelten lasse, ist der Schäfer der mit seinen Hunden lebt und Arbeitet. LG Robert

  2. Alesandra
    24. Juli 2011 @ 17:36

    Stimmt, das habe ich ganz vergessen, obwohl ich selbst schon beschrieben habe.
    LG
    Alesandra

  3. Robert
    24. Juli 2011 @ 17:37

    Jo, dort steht es auch. Das interessante ist ja, dass wir diese Worte umgangsprachlich benutzen, ohne uns über den Sinn wirklich bewusst zu sein. Wie viele andere übrigens auch. Dazu fällt mir mein Blog ein(Achtung Eigenwerbung! lol). Mit dem Bewusstsein und werden ist es halt so eine Sache :)

    LG Robert

  4. Alesandra
    24. Juli 2011 @ 17:38

    Ich habe mir deine Seite schon angesehen und muss sagen, das ergänzt sich ganz gut – wie ich finde. :)

    Verlinkung positiv. :-)

    LG
    Alesandra

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