menschliche Intelligenz sinnvoll nutzen
Anne Sullivan
Anne Sullivan, geboren am 14. April 1866 in Feeding Hills, Massachusetts, war eine außergewöhnliche Pädagogin, die durch unerschütterlicher Einsatz und Mitgefühl das Leben der taubblinden Schriftstellerin Helen Keller grundlegend veränderte.
Ihr eigenes Leben war geprägt von Leid, aber auch dem tiefen Glauben an die Kraft von Bildung und Kommunikation. Anne war die älteste Tochter armer, ungebildeter und ungelernter irischer Einwanderer und wuchs in extremer Armut auf.
Sie war das älteste von fünf Kindern, von denen nur zwei das Erwachsenenalter erreichten. Ihr Vater, Thomas Sullivan, war Alkoholiker, und ihre Mutter, Alice Chloesy Sullivan, starb an Tuberkulose, als Anne neun Jahre alt war.
Anne litt früh an einer schweren Augeninfektion, die sie fast völlig erblinden ließ. Nach dem Tod ihrer Mutter und der Einweisung ihres Vaters in eine psychiatrische Einrichtung wurde Anne mit ihrem Bruder in ein Armenhaus gebracht.
Ihr Bruder verstarb kurz darauf – ein weiterer Schicksalsschlag in ihrer Kindheit. Ihr Leben nahm eine Wende, als sie 1880 im Alter von 14 Jahren in das Perkins Institute for the Blind aufgenommen wurde.
Dort erhielt sie nicht nur ihre eigene Ausbildung, sondern unterzog sich auch mehreren Augenoperationen, die ihre Sehkraft teilweise wiederherstellten. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten entwickelte sich Anne zu einer engagierten und begabten Schülerin.
Bis zu einer Operation im Alter von 15 Jahren, die einen Teil ihrer Sehkraft wiederherstellte, konnte sie kaum noch sehen. Eine deutliche Sehbeeinträchtigung blieb jedoch für den Rest ihres Lebens bestehen. 1886 schloss sie ihre Ausbildung als Jahrgangsbeste ab.
Helen Keller
1887 wurde Anne Sullivan nach Alabama geschickt, um der damals siebenjährigen Helen Keller zu helfen, die infolge einer Krankheit im Kleinkindalter ihr Seh- und Hörvermögen verloren hatte. Dies war der Beginn einer der berühmtesten Lehrer-Schüler-Beziehungen der Geschichte.
Anne brachte Helen bei, durch manuelles Buchstabieren in die Hand Bedeutungen zu verstehen. Der Durchbruch gelang, als Anne Helen an einer Wasserpumpe das Wort „water“ in die Hand buchstabierte, während sie gleichzeitig Wasser darüber laufen ließ.
In diesem Moment erkannte Helen die Verbindung zwischen dem taktilen Zeichen und dem Objekt – ein Augenblick, der in die Geschichte eingegangen ist. Anne war nicht nur Lehrerin, sondern auch Mentorin, Freundin und ständige Begleiterin Helen Kellers.
Sie reiste mit ihr, unterstützte sie bei der Schulausbildung und half ihr, ein College zu besuchen – Helen wurde später die erste taubblinde Person, die einen akademischen Abschluss erlangte. Anne setzte in ihrer Pädagogik auf Geduld, Wiederholung und liebevolle Strenge.
Sie war überzeugt, dass auch schwerstgehandicapte Menschen ein Recht auf Bildung und ein selbstbestimmtes Leben haben – ein revolutionärer Gedanke in einer Zeit, in der Menschen mit Behinderungen oft ausgegrenzt wurden. Anne Sullivan blieb bis zu ihrem Tod am 20. Oktober 1936 an der Seite Helen Kellers. Sie starb im Alter von 70 Jahren in Forest Hills, New York. Helen Keller, ihre „Schülerin“, begleitete sie bis zum Ende.
Anne Sullivans Vermächtnis lebt in der Bildung von Menschen mit Beeinträchtigungen weiter. Sie zeigte, dass mit Empathie, Ausdauer und Kreativität selbst scheinbar unüberwindbare Barrieren durchbrochen werden können.
Dr. Ludovic O’Followell
1908 nutzte Arzt Dr. Ludovic O’Followell die damals neue Technik der Röntgenfotografie um die gesundheitlichen Gefahren, die deformierenden Effekte von eng geschnürten Korsetts sichtbar zu machen.
In seiner Veröffentlichung “Le Corset” präsentierte er eindrucksvolle Röntgenbilder, die die drastischen Verformungen der Rippen und inneren Organe durch das Korsett dokumentierten.
Besonders alarmierend war die Verschiebung der unteren Rippen und die Einschränkung der Lungenkapazität, was langfristig zu Atemproblemen, Verdauungsstörungen und anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen konnte.
Bereits seit den späten 1860er gab es zahlreiche Fachartikel, die die Auswirkungen des Korsetts auf die Gesundheit der Organe, die Rippenatmung und die Rippenstruktur anprangerten.
Doch erst durch die Bilder von O’Followells Forschung setzte ein Umdenken ein und eine freiere, körperfreundlichere Mode begann sich zu etablieren, wenn auch das Korsett nicht ganz verschwand.
Seine Bilder und Erklärungen waren so eindrucksvoll, das selbst die Königin von Portugal Bilder der Anordnung ihrer Organe beim Tragen eines Korsetts angefordert haben soll.
Juan Pedro Baigorri Velar
Juan Pedro Baigorri Velar (1891 – 1972) war ein argentinischer Ingenieur, der in Mailand Geophysik studierte. Er forschte zu Bodenzusammensetzungen und Ölvorkommen für verschiedene Ölunternehmen.
Er baute eigene Instrumente zur Erkennung von Mineralien und elektromagnetischen Zuständen von Böden. Bei einem dieser Geräte bemerkte er fast zufällig, das jedes mal wenn er es benutzte es anfing zu regnen.
Er forschte weiter daran und perfektionierte seine Apparatur, dann präsentierte er seine Entdeckung dem Chef der argentinischen Zentralbahn. Dieser, wenig überzeugt, schlug vor es in einer Provinz zu demonstrieren, die von einer jahrelangen Dürre heimgesucht wurde.
Binnen 12 Stunden regnete es. Der Gouverneur der Provinz glaubte an einen Zufall. Velar demonstrierte es ihm einige Tage später mit einer verbesserten Apparatur – es regnete kräftig binnen Stunden.
Velar wurde gefeiert und Zeitungen berichteten landesweit über ihn.
Alfredo Galmarini, der Leiter der meterologischen Fakultät Argentiniens warf ihm öffentlich in einer Zeitung „Scharlatanerie“ vor. 3 Tage später installierte Velar seine Erfindung auf dem Campus auf und lies es in der Stadt regnen.
Am 30.Dezember 1938 bat der Landwirtschaftsminister ihn scherzhaft die Feiertage zum Jahreswechsel nicht mit Regen zu ruinieren. Velar antwortete ebenso scherzhaft, das er es auf den 2. Januar verschieben würde. Am Morgen des 2. Januars regnete es heftig.
Damit füllte er die Titelseiten aller Zeitungen. Velar wurde daraufhin nach Carhué beordert, wo eine jahrelange, schlimme Dürre herrschte, das die Stauseen ausgetrocknet waren. Mit zwei Gewittern lies Velar die Stauseen über die Ufer treten.
Danach widmete er sich wieder seiner „normalen“ Tätigkeit. Auf Drängen dürregeplagter Regionen füllte er 1952 in San Juan den leeren Stausee, 1953 in La Pampa. Danach zog er sich zuück, demonstrierte nie wieder seine Erfindung und geriet in Vergessenheit.
Viele Skeptiker warfen ihm Scharlatanerie vor, er könne höchstens sehr gut das Wetter vorhersagen. Aktuelle Experimente modernen Geoengineerings zum Beispiel in den arabischen Ländern zeigen aber, das seine Therorien und Prinzipien korrekt sind.
Am 24. März 1972 starb Velar, verarmt und vergessen – an diesem Tag regnete es.
Quellen:
de.wikipedia.org/wiki/Gitanjali_Rao
de.wikipedia.org/wiki/Ab%C5%AB_Zaid_al-Balch%C4%AB
de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6delscher_Unvollst%C3%A4ndigkeitssatz
www.lanacion.com.ar/sociedad/genio-o-farsante-la-historia-de-baigorri-velar-el-geofisico-que-aseguro-haber-inventado-una-maquina-nid08072021/
Text: @Infokomposter / Bluesky – Bildquelle: Gerd Altmann / Pixabay