menschliche Intelligenz sinnvoll nutzen
Dschābir ibn Hayyān
der Vater der Chemie
Abū Mūsā Dschābir ibn Hayyān al-Azdi wurde um das Jahr 721 in der Stadt Tus im heutigen Iran geboren. Er war ein persischer Alchemist, Arzt, Pharmazeut und Astronom. Die genauen Details seines Lebens sind schwer nachvollziehbar, da viele Informationen aus späteren Quellen stammen, die möglicherweise legendenhaft überhöht sind.
Sicher ist jedoch, dass Dschābir einen tiefgreifenden Einfluss auf die Wissenschaften seiner Zeit hatte. Er hat mindestens 19 chemische Elemente und ihre spezifischen Gewichte entdeckt, aber auch beispielsweise das „Königswasser“ – eine chemische Verbindung, die erst etwa 600 Jahre später in Europa bekannt wurde.
Er erklärte bereits damals, das alle Elemente und Verbindungen auf einem kleinen Teilchen mit einer „elektrischen Ladung“ (Feuerenergie) beruhen.
Dschābir war ein Pionier der experimentellen Methode in der Chemie. Er betonte die Bedeutung von Experimenten um Theorien zu bestätigen, was eine Abkehr von der rein spekulativen Naturphilosophie seiner Vorgänger darstellte.
Er führte systematische Experimente durch, um chemische Prozesse zu untersuchen, und legte damit den Grundstein für die moderne Chemie.
Mit diesem Wissen verfeinerte er Techniken wie:
- Destillation
- Sublimation
- Kristallisation
die es ermöglichten, Substanzen zu reinigen und neue chemische Verbindungen zu isolieren.
Seine Arbeiten führten zur Entdeckung und Herstellung von Substanzen wie Alkohol, Essigsäure und verschiedenen Säuren, darunter Schwefel- und Salpetersäure.
Er führte das Konzept der quantitativen Analyse ein, indem er Gewicht und Maße in chemischen Prozessen verwendete, ein bedeutender Schritt in Richtung einer präziseren und wissenschaftlicheren Herangehensweise in der Chemie.
Er schuf Grundlagen in der Stahlverarbeitung um Rost zu verhindern, revolutionierte die Glasindustrie durch die Verwendung von Magnesiumoxid und vieles mehr.
Dschābir schrieb eine enorme Anzahl von Büchern und Abhandlungen, die in der islamischen Welt und später auch in Europa weit verbreitet waren. Zu seinen bekanntesten Werken gehören:
- „Das Buch der königlichen Kunst“
- „Das Buch der Ausgleichung der Gewichte“
- „Das Buch der Fünfzehn Satzungen“
Diese Werke enthalten detaillierte Anweisungen zu chemischen Experimenten, Laborverfahren und theoretischen Überlegungen, die weit über seine Zeit hinausreichten.
Später, viel später wurden die Schriften von Dschābir ibn Hayyān ins Lateinische übersetzt und hatten einen tiefgreifenden Einfluss auf die Entwicklung der Alchemie und Chemie in Europa.
Sein Werk beeinflusste sowohl islamische als auch europäische Gelehrte, darunter den berühmten Paracelsus. Die Grundlage der westliche Alchemie, die später zur modernen Chemie führte sind Dschābirs Entdeckungen, chemische Prinzipien, die heute noch gelehrt und angewendet werden.
Nebenbei schrieb er auch noch hunderte medizinische Abhandlungen, obwohl er vermutlich nie als Arzt arbeitete.
Kurt Gödel
Kurt Gödel bewies 1931 das Undenkbare:
- In jedem perfekten, widerspruchsfreien System gibt es wahre Aussagen, die nicht beweisbar sind.
- Ein solches System kann nicht seine eigene Widerspruchsfreiheit beweisen.
Selbst Mathematik hat Grenzen – nicht weil Menschen dafür zu einfach gestrickt sind, sondern weil manche Systeme grundsätzlich unbeweisbar sind, denn es gibt wahre Aussagen in einem System, die innerhalb dieses Systems nicht beweisbar sind.
ein Beispiel
Es existiert eine Datenbank mit allen Wahrheiten, die beweisbar sind. Dennoch bleiben Sätze, wie „Dieser Satz ist nicht beweisbar.“ wahr. Denn wenn man ihn beweisen könnte, wäre er falsch – das nicht beweisen können ist hier seine Wahrheit.
Fazit
Etwas kann wahr sein, aber unbeweisbar. Ein System kann also entweder:
- vollständig sein (alles Wahre ist beweisbar) oder
- widerspruchsfrei (kein Unsinn lässt sich beweisen)
aber nicht beides gleichzeitig.
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auf Seite 4: Anne Sullivan, Dr. Ludovic O’Followell und Juan Pedro Baigorri Velar