Plastik

Der menschliche Fortschritt sorgt dafür, – und dafür steht er ja auch – das menschliche Leben angenehmer und komfortabler zu gestalten.

Aus dem Grund hat die Menschheit ein Material entwickelt, was gleichermaßen leicht wie stabil das Leben begleitet. Die Rede ist von Plastik.


Zu finden ist es:

  • in Babyschnullern
  • in Mülltüten
  • in der Verpackung
  • in Fensterrahmen
  • im Auto
  • im Spielzeug
  • für den Weltraum
  • und noch vielen mehr.

Es ist nicht mehr wegzudenken und sorgt deswegen auch für zunehmende Gefahr, denn Plastik kann von der Natur nur sehr langsam zersetzt werden.

  • In Europa werden pro Jahr 60 Millionen Tonnen Plastik hergestellt.
  • Ein enormer Anstieg im Vergleich zu Früher: Vor 40 Jahren produzierte man in Europa (nur) 5 Millionen Tonnen Plastik.

Tatsächlich leben Europäer seit der Geburt mit Plastik, denn es ist praktisch und schön anzusehen – es schützt und hält vorallen Lebensmitteln frisch. Mittlerweile existiert soviel Plastik, dass die Erde 6 Mal! darin eingewickelt werden könnte.

In Europa wird Plastik zum Teil recycelt. Aber allein in Berlin werden in der Woche ! 60 Tonnen Plastik vom Müll getrennt. Vor 10 Jahren schlug man sich noch mit 30 Tonnen Plastikmüll herum.

500 Jahre benötigt die Natur um ein Stück Plastik wieder abzubauen.

60 Millionen Tonnen Plastikmüll landen pro Jahr in den Weltmeeren, also genau die Menge die Europa produziert. Es ist einfach billiger den Müll illegal in fremden Lebensräumen (im Meer) zu entsorgen.

Wie gelangt Müll in die Meere?

Die Menschheit produziert jährlich 260 Millionen Tonnen Plastik, von den mindestens ebenso jährlich 10 Prozent im Meer landen und als Hauptursache für die Verschmutzung der Meere gelten. Die menschliche Zivilisation kennt 4 Wege, um die Ozeane mit Kunststoff zu belasten:

  • Abfälle der Fischerrei-Industrie (alte, kaputte Netze etc.)
  • Abfälle aus dem Schifftourismuss bzw. Schiffverkehr (werden meist einfach über Bord geworfen)
  • Abfälle vom Strandtourismus, die durch Winde ins Meer gelangen
  • Abfälle der Industrie

Warum bilden sich riesige Müll„inseln“ in den Meeren?

70 Prozent der Erde sind mit Wasser bedeckt, die man in die 3 großen Ozeane:

  • atlantische Ozean
  • indische Ozean
  • pazifische Ozean

unterteilt. Das Wasser wird durch verschiedene Faktoren:

  • Zusammentreffen kalter und warmer Winde
  • den Wechsel der Klimazonen von Pol zu Pol
  • den Salzgehalt des Wasser
  • die Erdrotation

in Bewegung gehalten. Dabei entstehen an unterschiedlichen Stellen sogenannte Meereswirbel. 5 Davon sind besonders groß und werden auch subtrobische Wirbel genannt:

  • zwischen Asien und Nord Amerika (Nordpazifik)
  • zwischen Nord Amerika und Europa
  • zwischen Australien und Süd Amerika (Südpazifik)
  • zwischen Süd Amerika und Afrika
  • zwischen Afrika und Australien

Menschen meiden diese Wirbel, weil sich auch Meeresbewohner an diesen Stellen äußerst rar machen. Es ist also gar nicht so erstaunlich, warum die riesigen Müllberge erst langsam den Weg in die Öffentlichkeit finden. Zum Teil wird sich auch die altbewehrte Verdrängungstaktik des Menschen eine Rolle spielen.

Die größten Müll„inseln“ befinden sich im Nordpazifik zwischen Japan und Californien. Anhand der Zahlen wird auch klar, warum man von „Inseln“ und nicht von Müllbergen spricht. Wissenschaftler gehen von einer Fläche von bis zu 3 Millionen km² aus, wobei die Dichte des stinkenden Mülls auf 5 kg pro 1 km² geschätzt wird.

Das Plastik treibt aber nicht auf der Wasseroberfläche sondern sammelt sich in einer Tiefe von 10 bis 30 Metern an und wurde deswegen schon in der Vergangenheit als 7ter Kontinent bezeichnet. Dabei handelt es sich genaugenommen um zwei Inseln.

Eine Plastikmüllinsel ist allerdings keine feste Masse und hat damit wissenschaftlich gesehen, den Begriff Insel gar nicht verdient, denn die Plastikteile sind durch die Bewegung des Wassers ständig in Bewegung und verbinden sich nicht zu einem Klumpen.

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