der Mensch (eine Tierart)
Der Willis-Kreis – Das Ringbussystem des Gehirns
Wie in einem komplexen Computersystem braucht das Gehirn ein sicheres, ausfallsicheres Versorgungskonzept. Genau dafür ist der Circulus arteriosus cerebri gemacht – der Willis-Kreis. Dieses geniale Gefäßsystem funktioniert im Prinzip wie ein medizinisches Ringbussystem.
Der Willis-Kreis liegt an der Basis des Gehirns und verbindet die großen hirnzuführenden Arterien zu einem geschlossenen Blutkreislauf. Über die Arteria (carotis interna) gelangt Blut aus der vorderen Zirkulation in den Kreis, während die Arteria vertebralis über die Arteria basilaris Blut aus der hinteren Zirkulation liefert. Diese werden durch verbindende Gefäße wie die Arteria communicans anterior und posterior miteinander verschaltet – vergleichbar mit den Knotenpunkten eines Busnetzes.
Was macht dieses System so besonders?
Im Gegensatz zu einem simplen Leitungsprinzip, bei dem ein Ausfall fatale Folgen hätte, bietet der Willis-Kreis Redundanz. Fällt eine der Hauptleitungen aus – etwa durch eine Stenose der Arteria carotis interna – kann das Blut über alternative Routen umgelenkt werden.
Der Kreislauf kompensiert so Ausfälle ähnlich wie ein Ringbus, der Daten bei einer Unterbrechung einfach in die andere Richtung schickt.
Einzigartig und gefährlich zugleich ist die Möglichkeit des Menschen auf seine eigene Weiterentwicklung Einfluss zu nehmen. Es ist Hoffnung und Fluch gleichermaßen. Bewusst wird dies durch die drohende Klimaveränderung und die evolutionsgeschichtliche einzigartige rassante Verdrängung sowie Vernichtung anderer Tiere (FAQ).
Der moderne Mensch bringt das stark ausgeprägte Bewusstsein und die ausgefeilte Sprache in die Welt. Mit diesen „Werkzeugen“ konnte er kreative Kraft entwickeln, die immer wieder auf Neues drängt!
Die Entwicklung der Technologie
Forscher gehen heutzutage davon aus, dass sich die erste Technologie (Steintechnologie) parallel zur Vergrößerung des Gehirns und der Entwicklung des Sozialverhaltens entwickelt hat. Folgende Perioden sind bekannt:
- vor ca. 2,4 Millionen Jahren erste Werkzeuge entstanden (Oldowan) -> grobe Hack- und Schabegeräte -> hergestellt von homo habilis oder rudolfensis
- vor ca. 1,4 Millionen Jahren erste strapazierfähige Werkzeuge aus Quarzit, Lava, Feuer- und Flintsteinen (Acheuleen-Kultur) -> hergestellt zum Zerlegen fleischlicher Nahrung und für die Holzbearbeitung
- vor ca. 120.000 Jahren Fortsetzung der Archeuleen-Kultur (Moustérien) -> kleinere noch leistungsstärkere Werkzeuge -> hergestellt vom Neandertaler und frühen homo sapiens
- vor ca. 40.000 Jahren spezialisierte Werkzeuge aus Knochen und Geweihen mit vielfältigen Funktionen (oberes Paläolithikum) -> Herausbildung verschiedener Regionsstile -> Jagdwaffen, Herstellung von Kleidung, Schmuck und Kunst
Bemerkenswertes:
Mischlinge – im Laufe der Geschichte haben sich die meisten Völker miteinander vermischt.
- Mulatten = von hellhäutigen und dunkelhäutigen Menschen
- Mestizen = von indigenen Völkern und hellhäutigen Menschen
- Zambos = von dunkelhäuten Menschen und indigenen Völkern
All diese Menschen gehören zu einer einzigen Art – dem homo sapiens.
Text: @Infokomposter & @Anouk/ Bluesky – Bildquelle: Titelbild: mauricio caquimbo / Pixabay