Yosemite National Park

Bekannt ist dieser in Kalifornien gelegene Nationalpark durch seine wunderschönen Wasserfälle und Felsformationen. Der Park birgt aber noch ein anders Wunder in sich, nämlich der ca. 2700 Jahre alte älteste noch lebende Mammutbaum, den man Grizzly Giant getauft hat.

Seit 1864 gilt der über 3081 Quadratkilometer lange Lebensraum als schützenswert, am 18. Oktober 1890 wurde dies von der kalifornischen Bundesregierung genehmigt und damit rechtlich durchgesetzt. Jährlich besuchen bis zu 3 Millionen Menschen das UNESCO-Weltnaturerbe, zu dem der Park bereits 1984 erklärt wurde.

Beeindruckend sind vorallendingen die Mammutbäume, die bis zu 3000 Jahre alt werden und dabei eine Höhe von 90 Metern erreichen können und das bei einem vergleichsweisen flachen Wurzelsystem, welches sich seitlich bis zu 75 Meter ausbreiten kann. Ignorieren sollte man aber auch die masiven Felsen aus Granit und die klaren Bäche und Wasserfälle nicht.

Die Tier- und Pflanzenwelt ist einzigartig. 5 verschiedene Ökosysteme existieren im Park. Möglich ist dies durch die Lage in einer Höhe von 600 bis über 4000 Metern ü. NN. Der Park liegt außerdem im sogenannten Bereich des subtropischen Winterregenklimas, was einen milden Winter beinhaltet. Die langen Sommermonate sind sehr heiß. Da aber der Pazifische Ozean nicht weit entfernt liegt, ist stetig kühle saubere Luft verfügbar.

250 Wirbeltierarten (Fische, Reptilien, Säugetiere, Amphibien) leben im Yosemite National Park, andere pausieren hier und ziehen dann weiter. Sage und schreibe 1400 Pflanzenarten konnten sich in diesem einzigartigen Lebensraum entwickeln. Einige Pflanzen davon sind vom Menschen eingeschleppt, konnten aber das intakte Ökosystem nicht schädigen.

Man geht davon aus, dass vor rund 10.000 Jahren das gesamte Gebiet mit Eis bedeckt war. Dies ist erdgeschichtlich gesehen noch sehr jung, was bedeutet, dass die Böden durch das verwitterte Gestein mineralien- und nährstoffreich sind. 2 große Flüsse durchziehen den National Park und bilden damit die tiefsten Vegetationszonen. 900 Meter höher erstrecken sich submontanen (Buchenwald) Wälder. An anderer Stelle wachsen die schon genannten riesiegen Mammutbäume vor sich hin.

Wildtiere finden hier hervorragende Bedingungen, so wie z.B.

  • der amerikansiche Schwarzbär
  • der Rotluchs
  • der Graufuchs
  • der Maultierhirsch
  • die Könnigsnatter
  • Skinke
  • Weiskopfspecht
  • Fledermäuse
  • etc.

Ab einer Höhe von 1800 Metern kommen keine Laubbäume mehr vor. Hier finden nur noch Brachttannen oder Kiefern einen Lebensraum. Auch die Tierarten sind nicht mehr so zahlreich vorhanden. Hier leben Marder, Ziesel, Habicht und die Gummiboa als einzige Schlangenart, aber noch einige Tiearten mehr.

Ab 2450 Metern erstreckt sich die subalpine Höhenstufe. Hier existieren nur noch sehr kleine Bäume in geringer Anzahl. Trotzdem kann diese karge Landschaft einige Tierarten nicht abschrecken, wie den Pfeilhasen, das Gelbbauchmurmeltier oder den Präriehasen.

Mit 2900 Höhenmetern ist schließlich die alpine Zone erreicht. In ihr können keine Bäume wachsen, deswegen ist sie leicht durch eine Baumgrenze zu erkennen. Hier lebt tatsächlich auch noch ein Tier – das Dickhornschaf, allerdings in einer sehr überschaubaren Population.

Bildquelle: Cornerstone / pixelio.de