Artikel aktualisiert am 14.08.2018

Riesenmammutbäume

Es exitieren Bäume, die so hoch wie ein 40 stöckiges Hochhaus sind. Riesenmammutbäume (sequoia sempervirens) werden diese Giganten völlig zurecht genannt. Denn selbst für erfahrene Kletterer ist das Besteigen eines solchen Baumes alles andere als einfach.

Man geht davon aus, dass einige Bäume sogar schon vor Jesus Geburt existiert haben müssen und heute immer noch stehen. Den Bäumen kann sogar Feuer nicht viel aus machen.Ihre nicht brennbare dicke Borke schützt sie optimal.

erstaunlich!

Riesenmammutbäume sind auf Feuer sogar regelrecht angewiesen. Ihre ebenfalls gut geschützten Zapfen werden nur durch das Feuer freigegeben.

Krankheiten können ihnen ebenfalls nichts anhaben, auch dafür sorgt die dicke Borkenschicht. Sie fallen sogar regelrecht kerngesund im Sturm einfach um, weil sie zu groß und zu schwer geworden (bis 3000 Tonnen Gewicht) sind. Die Wurzel der Bäume ist erstaunlicherweise sehr flach. (1,5 Meter)

Ist ein Baum so groß geworden, dass er den Sog von den Wurzeln bis hin zum Baumwipfel nicht mehr bewerkstelligen kann stirbt er nicht völlig ab. Nur die Stelle oberhalb bis zu der das Wasser noch transportiert werden kann stirbt ab. Es werden neue Triebe gebildet. So kommt es vor, das auf einem Giganten augenscheinlich weitere Bäume wachsen, da er sprichwörtlich in die Breite geht.

Möglich wird ein Wachstum von Pflanzen und anderen Bäumen sogar auch, weil sich in den riesigen Astlöchern der Mammutbäume Waldboden ansammeln kann.

Es existieren Tierarten, die nur in den „Miniökowäldern“ auf Riesenmammutbäumen leben.

Geschichte

Die Giganten wachsen bis zu 2.500 Jahre lang und werden dabei bis zu 115 Meter hoch. Steht man direkt darunter, wird man feststellen, dass diese Bäume jegliches Geräusch schlucken können. Darunter ist es einfach totenstill.

Im nordkalifornischen Küstengebirge existiert eines der letzten ursprünglichen kühlgemäßigten Regenwälder indem diese Giganten wachsen können. Seit 175 Millionen Jahren gibt es Riesenmammutbäume. Damit haben sie sogar die Dinosaurier überlebt.

Wenn ein Baum nicht freiwillig fällt…

Gerade mal 2 Tage braucht ein Waldarbeiter um die mehr als 2.000 Jahre Lebenszeit eines Baumes zu zerstören.

Laut dem Unesco-Welterbe exisiert heute nur noch ein 20igstes des ursprünglichen Vorkommens. Gegen 1850 als man die Giganten entdeckte erkannte man leider nicht das ökologische Potenzial dieser Bäume und fällte sie gnadenlos. Dabei dauert es tatsächlich bis zu 40. Menschengenerationen um aus einem Pflänzchen einen Giganten werden zu lassen.

Bildquelle: aboutpixel.de / Platane 3 © Peter Smola