der Mensch zwischen Moral und Natürlichkeit

menschendazwischen

Als ich für mich persönlich versucht habe, den Menschen richtig in die Natur einzuordnen, war mir gar nicht bewusst, wieviele Definitionen und Einteilungen es zusätzlich zu diesem Thema gibt, ohne dabei allein Bezug auf die menschliche Ernährungsweise zu nehmen. Die hochkomplexe Fähigkeiten zu Denken, zu Bewerten und Einzuteilen wirkt auf eine Thematik nicht immer vereinfachend, wie der nachfolgende Überblick deutlich zeigt.

Der Begriff  Moral scheint aber in allen Bereichen ein Schlüsselfaktor zu sein, wird dennoch aber selbst häufig unterschiedlich wahrgenommen.  Aus diesem Grund möchte ich in diesem Artikel die verschiedenen Begriffsformen aufzeigen.

Moral wird häufig mit dem Begriff Ethik gleichgesetzt, obwohl es genau genommen nicht dasselbe ist. Doch wie immer man diese Begriffe definiert – der Mensch wird als einziges Tier (FAQ) klassifiziert, dass zu einer Moral befähig ist.

Es sei also nicht seine Intelligenz, die ihm von restlichen Tierreich abgrenzt, sondern die Fähigkeit zwischen „gut“ und „böse“ unterscheiden zu können und damit eine einzigartige Wahl zu besitzen.

Will man aber, so wie ich beispielsweise, den Menschen  trotzdem „nur“ als Tier interpretieren, denn das bleibt er tatsächlich auch, dann sieht man sich aus der moralischen Sichtweise heraus mit einem vermeintlichen Logikproblem konfrontiert.

Nur auf diese Weise, d. h. indem man berücksichtigt, daß der Mensch unendlich über allen Tieren steht, läßt sich ein Grund dafür finden, warum dem Menschen die anderen Tierarten nicht ebenso gleichgültig sein sollten wie eine Tierart der anderen. Zitat Ludwig Trepl Biologe

Tatsächliche gehe auch ich davon aus, dass grundsätzlich jede Tierart der anderen egal ist – jede für sich allein nur nach dem eigenen Vorteil oder dem Vorteil der Gruppe handelt und es deswegen auch keinen humanen Tod geben kann. Auch der Mensch hat durch diese Perspektive betrachtet, grundsätzlich das Recht auf „egoistisches Handeln“, denn ein totaler Verzicht / größtmögliche Selbsteinschränkung ist in der Natur nicht vorgesehen.

Warum aber muss / sollte der Mensch als einzige Tierart trotzdem Rücksicht auf andere Tierarten nehmen?

Kein nichtmenschliches Tier könnte sich selbst die Pflicht auferlegen, auf ein bestimmtes Beutetier oder einen fremden Lebensraum zu verzichten, nur weil das Beutetier besonders selten auf der Erde vorkommt oder aufgrund seines Alters noch nicht schnell genug laufen kann. Andererseits ist jedes nichtmenschliche Tier selbst auch bedingt durch seine nichtmenschlichen Fähigkeiten nicht dazu in der Lage unendlich viele andere Tierarten global zu manipulieren / verdrängen / auszurotten, sondern nur einige wenige.

Jede dieser Tierarten (Menschen diesmal ausgeschlossen!) begrenzt also ungewollt durch sich selbst das egoistische Handeln einer anderen Tierart, eine unkontrollierte Ausbreitung einer einzigen Art ist damit nahezu ausgeschlossen, was auch die bisherige Geschichte der Erde beweist. Denn es hat noch nie eine einzige Spezie geschafft, sämtliche andere Lebensräume global allein nach den eigenen Wünschen umzugestalten.

Ein Tier tut einfach, was für es gut ist. Eine Tierart kann, zu ihren Gunsten, zahllose andere ausrotten.  Dadurch wird natürlich ein bestehendes Gleichgewicht zerstört, aber dann halt wieder ein anderes aufgebaut oder auch nicht, im Prinzip ist das aus der Sicht dieses Tieres egal. Zitat Ludwig Trepl Biologe

Auch wenn jede Tierart (Menschen diesmal ausgeschlossen) sämtliche andere Arten ausrotten kann, zeichnet sich in der Wildnis grundlegend ein anderes Bild ab. Beutetiere und Beutegreifer bilden grundsätzlich trotz der Gegensätze zueinander eine Einheit. Werden zuviele Beutetiere geboren steigt auch die Anzahl der Beutegreifer, nimmt die Anzahl der Beutegreifer überhand und sind immer weniger Beutetiere vorhanden, geht die Anzahl der Beutegreifer wieder nach unten.

Würde sich der Mensch noch in einen solchen Kreislauf befinden, bräuchte er seine moralische Fähigkeit definitiv nicht, denn kein anderes Tier hat sie bisher gebraucht. Nun ist sie aber durch den Menschen „existent“ und wirft viele neue Fragen auf.

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2 Gedanken zu “der Mensch zwischen Moral und Natürlichkeit

  1. Stefan Wehmeier

    Wie die Basis allen menschlichen Zusammenlebens zu gestalten ist, damit es automatisch das Beste für alle bedeutet, wenn jeder Einzelne nur das Beste für sich anstrebt (konstruktive Verbindung von Individual- und Sozialprinzip), ist längst bekannt…

    http://www.deweles.de/files/nwo_politisch.pdf

    …und hat mit „Moral“ nichts zu tun:

    http://www.deweles.de/files/nwo_moralisch.pdf

    Der einzige Grund, warum die ideale Makroökonomie und damit allgemeiner Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine saubere Umwelt und der Weltfrieden bis heute nicht verwirklicht wurden, ist eine künstliche Programmierung des kollektiv Unbewussten, die vor Urzeiten erforderlich war, um den Kulturmenschen durch selektive geistige Blindheit an eine noch fehlerhafte Makroökonomie anzupassen, damit das, was die Angepassten „moderne Zivilisation“ nennen, überhaupt entstehen konnte. Das – und nichts anderes – war (und ist noch) der einzige Zweck der Religion.

    http://www.deweles.de/willkommen.html

  2. Alesandra Autor des Artikels

    Hallo Stefan

    “…und hat mit „Moral“ nichts zu tun:”

    Das habe ich bisher auch immer geglaubt. Doch in diesem Artikel geht es vielmehr darum, dass der Mensch moralisch “richtig” handeln könnte. Das er es in den meisten Fällen gar nicht tut bzw. tun will, ist dann wieder ein anderer Fall, der sich mehr mit Menschen und weniger mit Menschen und anderen Tierarten beschäftigt.

    LG
    Alesandra

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