Gefahrenquellen im Haushalt

gefahr

Ziehen Menschen-Babies oder Kleinkinder in ein Zuhause ein, dann ist es selbstverständlich Sicherungsmaßnahmen zu treffen. Da werden Treppen gesichert oder Kindersicherungen in Steckdosen angebracht, Balkone verschlossen und Bügeleisen außer Reichweite gebracht, immer mit dem Ziel Verletzungsgefahren so gering wie möglich zu halten.

Diese Sorgfaltspflicht sollte aber hier nicht einfach enden, sondern auch für sogenannte „Haus“tiere (Unwort) gelten – ergo für alle Tiere im Haushalt (Menschen eingeschlossen (FAQ)). Denn überall drohen schwere Verletzungen, die durch Aufmerksamkeit und intelligente Lösungen zum großen Teil vermeidbar wären.

  • Katzenkinder bleiben im Kippfenster hängen oder verbrennen ihre Pfoten auf der Herdplatte
  • kleine Hunde werden durch Unachtsamkeit in der Waschmaschine gewaschen
  • Vögel werden zertreten oder ihre Füße in Türen eingeklemmt
  • Kaninchen, Mäuse, Ratten und andere Nager erleiden einen Stromschlag durch angeknabberte Kabel
  • menschliche Kleinkinder schütten sich giftige Substanzen auf die Haut oder trinken es, da es häufig wie Limonade aussieht
  • menschliche Babies fallen vom Wickeltisch oder Sandkasten
  • erwachsene Menschen erleiden bei der unvorsichtigen Installation einer neuen Steckdose einen Stromschlag
  • usw.

Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einmal zu einem Unfall kommen, ist die Kenntnis über erste Hilfemaßnahmen wichtiger, als sich selbst Vorwürfe zu machen – denn es ist eben auch menschlich unabsichtliche Fehler zu begehen.

Gefahren-Stelle Nr. ist die Küche, danach folgen Kippfenster und offengelassene Waschmaschinen

Unfallorte

die Küche

Verbrennungen

Verbrennungen

Vorkehrungen:

Ist es nicht möglich die Küche oder andere Orte an den Lebensmittel zubereitet werden abzuschirmen z.B. bei offenen Küchen oder Grillvorrichtungen, kann man Schutzgitter am Herd befestigen und ebenso ein Gitter um den Grill stellen. Heiße Herdplatten sollte man immer mit einem Topf, welcher kaltes Wasser beinhaltet, abdecken! Achtung: Eine heiße Ofenklappe wird meist als Gefahr unterschätzt!

Der beste Schutz: Nur erwachsene Menschen sollten die Küche betreten dürfen – alle anderen Tiere (FAQ) nur unter Aufsicht!

Gefahren:

  • Säugetiere (Menschen, Hunde, Katzen, Ratten, Mäuse, Meerschweinchen, Hamster,…)
  • Menschliche Kleinkinder sind hier besonders gefährdet, denn sie können sich durch das Heruntereisen von Töpfen und Pfannen schwere Verbrennungen zuziehen, genauso wenn sie auf heiße Herdplatten fassen.
  • Menschen, die in der Küche ihre Nahrung zubereiten sollten beim Transport von heißen Flüssigkeiten immer auch auf den Boden achten. Leicht kann es passieren, dass man über einen jungen Menschen oder ein anderes kleines Tier (FAQ) stolpert.
  • Vorsicht: Durch das dichte Fell sind Verbrennungen bei unbeaufsichtigten Hunden und Katzen oder Nagetieren oft nur schwer zu entdecken. Sollte sich bei einem Verdacht (Sprung / klettern auf den Herd, usw.) Fell nur durch leichtes Ziehen entfernen, sind starke Verbrennungen hochwahrscheinlich.
  • Vögel (Sittiche, Papageien, …)
  • Wellensittiche, Graupapageien und Co. können sich ebenfalls schwere Verbrennungen zuziehen, wenn sie auf heißen Kochplatten oder Töpfen /Pfannen landen, dabei können beide Füße stark in Mitleidenschaft gezogen werden oder aber Schwanz- bzw. Schwungfedern verkohlen.
  • Vorsicht: Wellensittiche sehen in Soßen und kochendem Wasser oftmals Landeflächen!
  • Reptilien, Amphibien (Echsen, Schlangen,…)
  • Unter Umständen sind auch Reptilien und Amphibien in der Lage auf heiße Flächen in der Küche zu gelangen / klettern / kriechen. Auch in diesen Fällen müssen die Wunden schnellstmöglich versorgt werden.

Erste Hilfe Maßnahmen:

  • Pfoten, Hände oder Krallen sofort mit Eiswasser / fließenden Wasser kühlen
  • danach Wunde wenn möglich durch eine Kompresse vor Bakterien und Viren schützen
  • Achtung: Brandsalbe bitte nicht sofort auftragen, da die Wunde ersteinmal abkühlen muss, die Salbe aber Hitze erzeugt
  • schließlich Wunde mit Eisbeutel oder gekühlten Lappen versorgen und einen fachkundigen Arzt besuchen

Vergiftungen

Anzeichen: Erbrechen, Durchfall und übermäßiger Speichelfluss

Vergiftung durch Haushaltsgegenstände

Vorkehrungen:

Haushaltsgegenstände (Kleber, Reinigungsmittel, Frostschutzmittel, Insektenvernichtungsmittel, Pflanzenvernichtungsmittel, Medikamente,…) niemals in der Wohnung achtlos herumliegen lassen. Diese Substanzen sind für alle Tiere im Haushalt hochgradig gefährlich!

Gerade neugierige Tiere wie z.B Katzen, Hunde oder menschliche Kleinkinder (FAQ) schrecken vor einer Schranktür nicht zurück, wenn sie einfach aufgemacht / aufgehebelt werden kann.

Gefahren:

  • Säugetiere (Menschen, Hunde, Katzen, Ratten, Mäuse, Meerschweinchen, Hamster,…)
  • Menschliche Kleinkinder, Hunde, Katzen … nehmen auf ihren Entdeckungsreise durch die Wohnung gern alles in den Mund, was in Zusammenhang mit giftigen Substanzen tödlich enden kann
  • Vögel (Sittiche, Papageien, …)
  • Für Vögel sind giftige Substanzen auch sehr gefährlich, die sie diese durch ihre Flugfähigkeit auch viel leichter als alle anderen Tiere erreichen können. Aus diesem Grund ist es ratsam giftige Substanzen aus Zimmern in denen sich Vögel außerhalb des Käfigs befinden (der sogenannte Freiflug sollte unbedingt ermöglicht werden!!!) zu verbannen.
  • Achtung: Vögel knabbern auch gern an den mit Blei beschwerten Enden der Gardinen herum – Lebensgefahr durch Bleivergiftung!

erste Hilfe Maßnahmen:

Wichtig: Vergiftungen können von Laien nicht behandelt werden. Rufen Sie sofort eine Arzt oder kontaktieren Sie eine Giftberatungsstelle. Es ist außerdem äußerst wichtig, wenn möglich vor dem Gang zum Arzt die Verpackung des Giftes mitzubringen, wenn man nicht genau weiß, um welche es sich handelt.

  • die Notruf-Beratungsstelle der Uni Mainz (06131/19240)
  • das Giftinformationszentrum der Uni Göttingen unter (0551/19240)

Anmerkung: Es werden ausnahmesweise einmal keine Unterschiede zwischen Menschen und anderen Säugetieren gemacht, weil genau diese Tierklasse äußerst ähnlich behandelt werden muss und kann. Andere Hilfemaßnahmen sind nur bei Vögeln oder z.B. Reptilien nötig, da es dabei nicht um Säugetiere handelt!

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