Nicht jede erneuerbare Energie ist umweltfreundlich!
Einst hat der Mensch jahrhundertelang Energie von Wind und fließendem Wasser genutzt, heutzutage kann man diese Energie sogar in Strom umwandeln. Es gibt viele natürliche Energieformen, die der Mensch noch nicht ausreichend genug erforscht wie auch angewandt hat. Dazu zählt
- die Erdwärme, aus vulkanischen Gebieten
- die Sonnenenergie, die mit Solarzellen aufgefangen wird
- die Windenergie, die durch Windräder aufgefangen wird
- die Biogasenergie, die durch Abfall gewonnen wird
- die Wasserenergie, die auch durch Ebbe und Flut genutzt wird
All diese Energieformen haben einen deutlichen Vorteil gegenüber den fossilen Energieträgern, wie Öl und Kohle – sie werden nie aufgebraucht sein und setzen keine schädlichen Treibhausgase frei.
Wasserenergie
Es ist sehr viel Wasserdruck nötig, um die riesigen Rotorblätter eines Wasserkraftwerkes anzutreiben, die Energie an Generatoren weitergeben, damit diese es in Strom umwandeln können. Wasserströmungen werden durch Schleusentore kontrolliert oder gestoppt, je nachdem wieviel Leistung das Kraftwerk gerade benötigt. Wird das Wasser völlig gestoppt können Wartungsarbeiten durchgeführt werden.
Staudämme werden gebaut, um einen gleichmäßigen Wasserfluss sicherzustellen. Dazu braucht es riesige Dämme, die man durch hoch gelegene Flusstäler zieht. Dabei wird das Ökosystem rund um und im Fluss geschädigt, da die Stauseen häufig viel Salz anreichern.
Bei einem Gezeitenkraftwerk wird der natürliche Flussweg des Wasser bei Ebbe und Flut genutzt. Das Wasser wird bei Flut in das Kraftwerk gelassen, setzt die Ebbe ein treibt das wieder herrausfließende Wasser ebenso die Turbinen an, um Strom erzeugen zu können. (z.B. in Frankreich)
Diese Kraftwerke stoßen zwar keine umweltschädlichen Gase aus, gefärden aber massiv die Küstenlebensräume, da sie die natürlichen Ströme von Ebbe und Flut behindern.
Die Meeresströmungen werden auch als Wasserenergie genutzt, allerdings töten die Unterwasserrotoren viele Meerestiere, wenn sie den Maschinen zu Nahe kommen.
Windenergie
Überall auf der Welt werden immer mehr Windräder gebaut, allein in den USA hat sich die Zahl der Windräder 2007 verdoppelt. Während sich die Rotorblätter drehen, geben sie die Kraft aus dem Wind an einen Generator weiter, der diese dann in Strom umwandelt. Dabei gilt: je größer die Rotorblätter, desto mehr Energie kann erzeugt werden !
Viele sogenannte Windparks liegen an Land, oft in hügeliger Landschaft. Da die meisten Menschen Windräder als störend empfinden, werden Windparks auch meist weit weg von bewohnten Gebiet gebaut. Windenergie funktioniert nur bei Wind, was ein Problem darstellen kann.
Auch hier gibt es weitere Bedenken, da die riesigen Rotorblätter eine tötliche Gefahr für vorbeifliegende Vögel bedeuten können.
Sonnenenergie
Sonnenkraftwerke sind ähnlich wie Sonnenblumen aufgebaut. Ihre Fotovoltaikmodule, welche die Sonnenenergie einfangen, richten sich dabei immer nach der Sonne aus, um die größtmögliche Energiemenge nutzen zu können.
In Kalifornien und Spanien stehen die größten Solaranlagen, weil dort die Sonnezeit am längst ist. Durch die Spiegel kann die Hitze im Generator gebündelt werden und so Strom erzeugen. Es braucht aber auch effiziente Stromleitungen, die den Strom verlustfrei zum Verbraucher transportieren können.
Biogasenergie
Bakterien können Bioabfälle aus der Landwirtschaft oder aus Haushalten abbauen, dabei entsteht das sogenannte Biogas, was man zum Heizen oder als Strom verwenden kann.
Biosprit
Da Erdöl ein endliches Produkt ist, dass außerdem noch die Umwelt schädigt, ist man dazu übergegangen aus bestimmten Pflanzen Biosprit herzustellen. Im ersten Moment scheint das eine geniale Idee zu sein, aber im zweiten wird klar, dass viele Ackerflächen nicht mehr für die Nahrungsmittelgewinnung genutzt werden können. Erhöhtes Einsetzen von Düngemitteln und landwirtschaftliche Maschinen würde zusätzlich noch Treibhausgase freisetzen.
Trotzdem werden derzeit Regenwälder vernichtet, die Ölpalmplantagen weichen müssen. Dies wird als nachhaltige Anbauweise angepriesen. Besonders schockerend ist die Tatsache, dass der WWF (Umweltorganisation) Kompromisse mit raffgierigen Menschen bzw. UN eingeht, um winzige Restflächen ehemaliger Lebensräume zu erhalten.
In Miniregenwäldern können aber Urang Utans nicht überleben – die Fläche ist einfach zu klein. Vielen anderen Tieren geht es ähnlich !
Anmerkung: Holz und anderes pflanzliches Material ist solange kohlenstoffneutral, wie es durch nachwachsende Pflanzen absorbiert werden kann. Es ist aber nur für den privaten Verbrauch einsetzbar, da für größere Dimensionen auch mehr nachwachsende Pflanzen benötigt werden – und damit mehr Ackerfläche und der Platz ist einfach nicht vorhanden.
Erdwärme
Energie kann man auch aus heißen Gestein und oder Wasser in vulkanischen Gebieten gewinnen. In Island wird diese Wärme direkt als Heizquelle genutzt. Eine andere Möglichkeit sind auch hier die Turbinen eines Kraftwerkes (z.B. in Neuseeland, Kalifornien, Mexiko, Indonesien, Italien und Island) (Bild Geysir in Island)
Da im Winter die Bodentemperatur höher ist als die Lufttemperatur, kann man sie über Rohrschleifen nutzbar machen. Bereits 600,000 Erdwärmepumpen werden in den USA betrieben.
Nutzungspotenzial
In der Zukunft soll es nur noch “Grüne Städe” geben, die ihren Strom durch Solarzellen auf den Dächern selbst erzeugen. Solche Häuser müssen auch gut isoliert sein, damit sie keine Energie verschwenden. Die Straßen einer solchen Stadt ist mit vielen öffentliche Verkehrsmittel ausgestattet und selbst die Autos fahren mit Strom.
In der schwedischen Stadt Malmö gab es früher ein Industriegebiet was mittlerweile in ein bewohnbares umweltfreundliches Stadviertel umgewandelt wurde. Es gibt speziell entworfene Häuser für Menschen unter 25 und Menschen über 55. Energie bekommt das Viertel über die eigene Wind- und Sonnenenergie, sowie aus Erdwärme und Müllverbrennung. Überschüssiger Strom wird an andere Stadtteile abgegeben.
In London gibt es ebenso ein Ökoviertel “Bedzed”, was 70 % weniger Energie und 75 % weniger Müll verbraucht bzw. produziert. Auch in Deutschland existiert schon ein Ökoviertel (Freiburg), was Wärme und Strom durch Sonnenkraft nutzen kann.
Vision
Das Emirat Abu Dhabi möchte zusammen mit dem WWF im Jahr 2015 eine Ökostadt (Masdar) mitten in der Wüste bauen, was 50.000 Menschen beherbergen kann und nur Rohstoffe der Umgebung verbraucht. Damit wird Masda die erste Stadt sein, die weder Müll noch Abgase produziert.
Bildquellen: Titelbild: Solar © Andreas Hermsdorf / pixelio.de









