erste Insekten

junikafer

urtümliche Insekten

Vermutet wird, dass vor rund 400 Millionen Jahren das erste Urinsekt auf der Erde auftauchte. Ihre Flügel waren noch nicht zusammenfaltbar, so wie es bei den heutigen flugfähigen Insekten der Fall ist. Nur Liebellen und Eintagsfliegen können auch heute noch nicht ihre Flügel zusammenfalten.

Insekten findet man überall auf der Erde. (Wasser, Land, Luft). Bevor der erste Mensch existierte waren sie schon längst da. Sie werden wohl auch dann noch existieren, wenn der Mensch schon längst ausgestorben ist.

Insekt wird aus dem latainischen „insectum“ abgeleitet und bedeutet „eingeschnittenes Tier“. Den Namen tragen diese Tiere, weil sie aus stark abgesetzten Körperteilen bestehen.

Irrtümlich glaubt sich der Mensch an der Spitze zu sehen, doch eigentlich sind es die kleinen Sechsfüßer! Denn sie haben ein Erfolgsmodell nach dem anderen im Laufe der Zeit entwickeln können.

heute noch lebende urtümliche Insekten

  • Springschwänze
  • Felsenspringer
  • Doppelschwänze
  • Beintastler
  • Fischchen (wichtig für die Herstellung von Humus)
  • Halbumwandler(keine vollständige Metamorphose mit Puppenstadium wie z.B. Schmetterlinge)
    • Libellen
    • Eintagsfliegen
    • Steinfliegen
    • Ohrwürmer
    • Schaben
    • Läuse

Diese Insekten leben im Boden oder unter bzw. zwischen Steinen und Laub, aber auch im Moos oder unter Rindenstückchen. Sie können nicht fliegen und bilden den Teil der primitivsten Insekten, aus denen sich einst die geflügelten Insekten entwickelt haben.

Bildquelle: Ameisen © wandersmann / pixelio.de

Ameisen und Käfer zählen zu den erfolgreichsten Insekten überhaupt. Sie existieren seit ca. 130 Millionen Jahren.

Alle Insekten sind am nächsten mit den Krebstieren verwandt. So kann man sie auch als krebsähnliche Tiere bezeichnen. Es ist nicht genau bekannt, ob sich Urinsekten im Wasser oder an Land herausgebildet haben.

Die Evolution des Flugvermögens bei Insekten steht übrigens in enger Beziehung zur Evolution und Perfektionierung des Netzbaues bei Spinnen! Urinsekten konnten sich durch ihre Flugfähigkeit schnell auf der gesamten Erde verbreiten. Daraus konnten sich dann zunächst riesige Insekten entwickeln, wie z.B. Libellen mit einer Flügelspannweite von 70 cm.

Zeigt her eure Füße!

Insekten unterscheiden sich von Spinnen und Krebsen am einfachsten durch ihre Beine!

Bildquelle: Goldlaufkäfer © Angelina S. / pixelio.de

Insekten haben 6 Beine.

Bildquelle: Leuchtspinne © Grey59 / pixelio.de

Spinnen haben 8 Beine.

Bildquelle: Krebs © Thomas Bornschein / pixelio.de

Echte Krebse haben 10 Gliedmaßen
(8 Beine + 2 Scheren)

Erstaunliche 60 % aller Lebewesen auf der Erde gehören zur Gruppe der Insekten. Das sind weit über 1 Million unterschiedliche an Arten. 1 m² in Mitteleuropa beherbergt ca. 30.000 Insekten, 1,5 m² Regenwald mehr als 6,9 Milliarden. Das sind mehr als es Menschen auf der Erde gibt!

Schaben – das erfolgreichste Modell der Natur!

Bildquelle: Kakerlake © Stephanie Schwärzle / aboutpixel.de

Schaben oder Kakerlaken, wie sie auch genannt werden, haben sich hinsichtlich ihres Körperbaus bis heute kaum verändert. Seit ca 300 Millionen Jahren existieren sie auf der Erde. Sie können eine Länge von wenigen Millimetern bis 10 cm erreichen und sind vorallendingen nachtaktive Tiere. Der größte Vertreter unter ihnen ist Macropansesthia rhinocerus, der bis zu 50 Gramm schwer werden kann.

Kleinere Arten halten hingegen den Laufrekord. Kein Insekt ist schneller zu Fuß. Schaben können eine Geschwindigkeit von bis zu 5,4 km/h erreichen. Zusammen mit ihren ausgezeichneten Fluchtreflexen und der außergewöhnlichen Anpassungsfähigkeit sind Schaben schwer zu fangen und nahezu unzerstörbar. Vorallen Menschen tun sich darin schwer.

Schaben wären vermutlich die einzige Art, die einen Atomkrieg überleben würden, denn sie können eine 150 Mal höhere radioaktive Strahlung ohne Probleme überstehen. Sie sind in der Lage so gut wie alles zu verzehren. (Schaumstoffreste, Schuhsohlen, Holzwolle, usw.)

3 Monate können Schaben ohne Nahrung überleben und sogar 1 Monat völlig ohne Wasser auskommen. Ihre Eier überstehen in Eitaschen aus Chitin sogar Minus 22 °C und die Giftbomben (Insektizide) des Menschen machen den Eiern ebenfalls überhaupt nichts aus.

Die meisten der 3.500 bekannten Schabenarten leben in den Tropen oder Subtropen. Nur 15 Arten unter ihnen bevorzugen Europa und 1 Prozent wird als sogenannter Schädling betitelt.

Bildquellen: Titelbild: © Angelina S. / pixelio.de

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