Grundsätzlich ist der sogennannte Treibhauseffekt ein gar natürlicher Vorgang. Ohne diesen Effekt würde die Temperatur auf der Erde -17 °C betragen. Es wäre also nicht nur ununterbrochen kalt, der Wasserkreislauf wäre so gar nicht möglich. Denn bei -17 °C bleibt Wasser gefroren. Zu hohe Temperaturen haben einen ähnlichen Effekt, das lebenswichtige Wasser würde einfach verdunsten.
Gefährliche Gase
Viele aber nicht alle Gase werden vom Menschen erzeugt. Neben CO2 gibt es noch ca. 30 weitere Treibhausgase. Speziell das CO2 ist zwar in der Atmosphäre nicht übermäßig vertreten, aber es hält sich sehr lange. Fast 60 Prozent des CO2, was der Mensch bis jetzt freigesetzt hat befindet sich noch in der Atmosphäre. Das sind ca. 80 Prozent die ursächlich für die globale Erwärmung sind.
Wenn man annimmt das jedes Treibhausgas ein Mosaikstück in der Atmosphäre bildet und sich die Anzahl eingier Mosaikstücke erhöht gelangt auch gleichzeitig mehr Lichtenergie in diesem Raum und so steigt auch die darunter festgehaltene Temperatur.
- vor 1800 (Beginn industrieller Revolution) 280 Teile CO2 pro Million der Atmosphäre = 586 Gigatonnen CO2
- im 21. Jahrhundert 380 Teile CO2 pro Million der Atmospähre = 790 Gigatonnen CO2
Klimaskeptiker argumentieren gern und leidenschaftlich, dass es einfach unmöglich ist mit diesen kleinen Mengen eine Veränderung erwirken zu können. Dabei ist es im allgemeinen gar nicht so unlogisch, dass etwas kleines eben doch eine große Kettenreaktion auslösen kann. Wir alle kennen den Begriff „Schnellballprinzip“. Im Zusammenhang mit dem Klimawandel wird ein Gegner der Verantwortung gegenüber unseren Planeten dieses Wort wohl nie in den Mund nehmen (können).
Das Problem
Die CO2 Emission sollte auf ca. 600 Gigatonnen limitiert werden. In den 90iger Jahren haben wir durchschnittlich 13 Gigatonnen in die Atmophäre abgegeben, um aber auf die 600 Gigatonnen zu kommen müssen wir uns auf 6 Gigatonnen beschränken und das bei einem Bevölkerungsanstieg von 6.8 Milliarden auf ganze 9 Milliarden Menschen bis Mitte dieses Jahrhunderts.
Warum ist CO2 so bedeutend?
Tatsächlich ist Kohlendioxid allein weniger für den Klimawandel verantwortlich, aber es ist der Auslöser für das wirksamste Treibhausgas – Wasserdampf. Wenn es die Atmosphäre etwas erwärmt, nimmt es gleichzeitig auch mehr Feuchtigkeit auf und heizt so die Atmosphäre weiter auf. Das nennt sich auch eine Rückkopplungsschleife.
Natürliche CO2 „Binder“
Bekannt ist, dass Wälder CO2 absorbieren können, dies können sie aber auch nur solange sie wachsen. Stirbt ein Baum ab, gibt er das CO2 wieder frei.
Mittlerweile ist bekannt, dass die Ozeane die größten CO2 Speicher sind. Dabei gilt, je kälter sie sind, jemehr CO2 kann aufgenommen werden. Aber auch diese Speicherung ist von mindestens einer anderen Komponente abhängig – dem Carbonat. Kommt zu viel CO2 hinzu wird mehr Carbonat aufgebraucht, was die Ozeane saurer macht. Und je saurer die Ozeane sind, je weniger CO2 können sie aufnehmen.
wichtige Treibhausgase
- Wasserdampf
- CO2: Kohlenstoff und Sauerstoff sind Bestandteile von CO2. Kraftwerke erzeugen als Nebenprodukt jede Menge Kohlenstoff und Wasserstoff. Für jede verbrauchte Tonne Kohle werden ganze 3,5 Tonnen CO2 erzeugt.
- Methan: 1,5 Teile pro Million in der Atmosphäre -> wirkungsvoller als CO2 was die Wärmeenergie betrifft, aber nicht so langlebig
- Distickstoffoxid (N2O): seltener als Methan
- Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) und Chlorfluorkohlenstoffe (CFK): nur durch Menschheit erzeugt, sehr selten -> speichern Wärmeenergie 10.000 fach stärker als CO2
Bild-Quelle: abendliche Kondenzstreifen (c) Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de







